Nachfolgeberatung: Kosten, Vergleiche und wie du vorgehen musst
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Eine gute Nachfolgeberatung besteht selten aus einer einzigen Person. Dafür sind die Aufgaben zu verschieden. Jemand muss das Unternehmen verkaufsfähig machen, jemand muss einen Nachfolger finden, andere prüfen Steuern, Finanzierung und Vertrag.
Wir zeigen, wo du welche Beratung bekommst, was du wann brauchst und was das Ganze in etwa kostet.
Welche Nachfolgeberatung brauche ich?
Vielleicht suchst du zunächst nur einen passenden Käufer. Vielleicht liegen bereits Angebote vor, aber die Bewertung fehlt. Oder die wirtschaftlichen Eckpunkte sind geklärt und du brauchst einen Anwalt für den LOI und den Kaufvertrag. Erst wenn du diese Aufgaben voneinander trennst, siehst du tatsächlich, welche Beratung notwendig ist.
Schnellcheck: Wer übernimmt welche Aufgabe?
Nachfolgeberatungen und Angebote im Direktvergleich
Der direkte Kostenunterschied
Die Preise für M&A-Berater sind Orientierungsspannen. Je nach Unternehmensgröße, Leistungsumfang und Vergütungsmodell können sie erheblich abweichen.
Welche Nachfolgeberatungen gibt es und was bietet der Markt?
Wenn du deine Unternehmensnachfolge vorbereitest, wirst du schnell feststellen, dass sich hinter dem Begriff „Nachfolgeberatung“ sehr unterschiedliche Leistungen verbergen.
Manche Stellen helfen dir zunächst dabei, den Prozess zu strukturieren. Andere übernehmen die Unternehmensbewertung, suchen aktiv nach einem Käufer und begleiten dich bis zum Abschluss des Kaufvertrags.
Welche Beratung für dich sinnvoll ist, hängt deshalb vor allem davon ab, wo du im Nachfolgeprozess stehst und wie viel Unterstützung du benötigst.
IHK und HWK geben Orientierung
Die IHK-Nachfolgeberatung und vergleichbare Angebote der Handwerkskammern sind häufig ein guter Einstieg. Je nach Region gehören Erstgespräche, Sprechtage, Checklisten, Veranstaltungen, Hinweise zur Bewertung und Unterstützung dazu.
So kannst du zunächst davon ausgehen, dass du einen Überblick über die offenen Themen bekommst. Die konkrete Leistung unterscheidet sich allerdings regional.
Gut zu wissen: Die Kammerberatung ersetzt allerdings normalerweise keine vollständige Begleitung einer Unternehmenstransaktion. Sie hilft dir vielmehr dabei, deine nächsten Schritte festzulegen und geeignete Spezialisten zu finden.
Steuerberater und Rechtsanwälte lösen andere Teile der Nachfolge
Dein Steuerberater kennt dein Unternehmen meist sehr gut. Das hilft bei der Nachfolge. Trotzdem bedeutet das nicht automatisch, dass er auch auf Unternehmensverkäufe spezialisiert ist. Für einen Käufer zählt außerdem nicht nur der Jahresabschluss. Entscheidend ist, wie viel Gewinn nach der Übergabe tatsächlich übrig bleibt.
Du zahlst dir beispielsweise bisher 60.000 Euro Geschäftsführergehalt.
Ein neuer Eigentümer müsste für einen externen Geschäftsführer aber 130.000 Euro einplanen. Dadurch sinkt das nachhaltige Ergebnis um 70.000 Euro. Wird das Unternehmen mit dem Vierfachen dieses Ergebnisses bewertet, macht dieser Unterschied rechnerisch bereits 280.000 Euro beim Unternehmenswert aus.
Deshalb sollte die Bewertung immer auch aus Sicht eines möglichen Käufers geprüft werden. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag zur Unternehmensbewertung im Mittelstand.
Der Anwalt für die Nachfolgeberatung
Ein Anwalt gehört bei einer Unternehmensnachfolge spätestens dann an den Tisch, wenn aus einer Absicht ein konkreter Deal wird. Er prüft, ob ein Share Deal oder Asset Deal sinnvoll ist, formuliert den Kaufvertrag, grenzt Garantien und Haftungsrisiken ab und begleitet die Verhandlung über Freistellungen, Wettbewerbsverbote oder Earn-out-Regelungen. Bei GmbH-Anteilen kommt außerdem die notarielle Beurkundung hinzu.
Was verursacht die Nachfolgeberatung durch einen Anwalt für Kosten?
Teuer wird die anwaltliche Begleitung häufig nicht wegen einer einzelnen Vertragsklausel. Kosten entstehen auch dann, wenn Unterlagen fehlen, verschiedene Vertragsstände kursieren oder der Anwalt erst rekonstruieren muss, was Käufer und Verkäufer bereits vereinbart haben. Auch hier zählt: Gute Vorbereitung spart Bares.
Üblich sind schriftliche Vergütungsvereinbarungen mit Stundenhonorar oder einem Festpreis für klar abgegrenzte Leistungen.
Gut zu wissen: Die konkrete Vereinbarung sollte Umfang, Abrechnung und mögliche Zusatzkosten eindeutig festhalten. Das sieht auch § 3a RVG für Vergütungsvereinbarungen vor.
Bei Firmenkauf.de Nachfolgeberatungskosten sparen
Mögliches Einsparpotenzial bei der Vorbereitung: ca. 3.200 bis 13.300 Euro.
Ein Anwalt bleibt für die rechtliche Prüfung und den Kaufvertrag wichtig. Er muss aber nicht mehr für jede Checkliste, jede Grundstruktur und den ersten LOI-Entwurf bei null anfangen. Genau dort entsteht die Ersparnis. Du bezahlst den Anwalt für seine juristische Einschätzung und nicht dafür, Standarddokumente aufzubauen oder ungeordnete Informationen zusammenzusuchen.
Kosten- und Angebotsvergleich: Firmenkauf.de oder M&A-Beratung
Wann Firmenkauf.de als Nachfolgeberater interessant ist
Wenn du ein Unternehmen verkaufen möchtest und noch keinen kompletten M&A-Beratungsprozess benötigst, kannst du bei Firmenkauf zunächst ohne hohe Einstiegskosten starten.
Das Inserat ist derzeit kostenlos. Die Unternehmensbewertung ebenfalls. Gleichzeitig erreichst du über den Marktplatz potenzielle Käufer und profitierst von der gebündelten Marktübersicht.
Was Firmenkauf.de in der Nachfolge konkret leistet
Unser Ziel war es nicht nur, eine Nachfolgebörse zu entwickeln. Sondern die generellen Schmerzpunkte bei der Nachfolge zu organisieren und im Aufwand zu reduzieren.
Deshalb verbinden wir die Suche nach passenden Käufern und Unternehmen mit einem digitalen Verkaufsprozess. Das heißt auch, dass du nicht für jeden vorbereitenden Schritt sofort einen M&A-Berater beauftragen musst.
Das bekommst du bei uns
- einen KI-gestützten Marktüberblick über Angebote aus verschiedenen Quellen
- passende Vorschläge auf Grundlage deines Suchverhaltens
- geprüfte Inserate und strukturierte Unternehmensprofile
- Zugang zu Nachfolgern und Käufern im gesamten DACH-Markt
- ein kostenloses Inserat für Verkäufer
- einen digitalen Prozess vom ersten Kontakt bis zum Closing
- einen geschützten Workspace für vertrauliche Unterlagen
- die digitale Verwaltung von NDA, LOI und Kaufvertrag
- Vorlagen und elektronische Signaturen
- einen transparenten Deal-Status
- Wissensinhalte, Community und Live-Formate
- Zugang zu Experten für weiterführende Fragen
Gut zu wissen: Als Verkäufer kannst du dein Unternehmen kostenlos inserieren.
Bevor dein Angebot veröffentlicht wird, prüfen wir die Angaben. Anschließend erreichst du Nachfolger und potenzielle Käufer aus dem gesamten DACH-Markt.
Was kostet eine Nachfolgeberatung?
Was du letztendlich für eine Nachfolgeberatung bezahlst, hängt einmal von der benötigten Zeit ab (z. B. Stundenlohn) und oft auch vom tatsächlichen Verkaufswert. Denn am Markt gliedert sich die Vergütung in Stunden- und Tagessätze, feste Projektpauschalen und erfolgsabhängige M&A-Provisionen.
Aktuelle Honorarmodelle und Stundensätze
Gut zu wissen: M&A-Honorare
Bei Verkäufen an Dritte arbeiten Transaktionsberater meist mit einer zweistufigen Struktur:
- Laufender Retainer (Fixum): 2.000 bis 10.000 € monatlich über die Projektlaufzeit (meist 6 bis 12 Monate) zur Deckung der Recherche-, Datenraum- und Exposékosten
- Erfolgsprovision (Success Fee): Liegt im Mittelstand typischerweise zwischen 3 % und 7 % des Transaktionswerts bzw. folgt der klassischen Lehman-Skala.
Zudem staffelt man die Erfolgsprovision üblicherweise wie folgt:
- 5 % auf die erste Million Euro Transaktionswert
- 4 % auf die zweite Million
- 3 % auf die dritte Million
- 2 % auf die vierte Million
- 1 % auf jeden darüber hinausgehenden Betrag
Aktuelle staatliche Förderprogramme und Zuschüsse für die Beratung
Seit einigen Jahren können kleine und mittlere Unternehmen die Kosten der Nachfolgevorbereitung staatlich bezuschussen lassen. Folgende Bereiche sind hier aktuell interessant:
- BAFA-Förderung („Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“): Bezuschusst konzeptionelle Beratungsleistungen (keine reine Vermittlung oder Rechts- und Steuerberatung).
- Förderhöhe: 50 % der förderfähigen Kosten in den alten Bundesländern (maximal 1.750 € Zuschuss bei 3.500 € Bemessungsgrenze) und bis zu 80 % in strukturschwachen Regionen bzw. den neuen Bundesländern (maximal 2.800 € Zuschuss).
- Regionale Landesförderprogramme: Viele Bundesländer bieten über Landesförderbanken (z. B. NRW.BANK, L-Bank) zusätzliche Nachfolgebudgets oder geförderte Potenzialberatungen an.
Nachfolgeberatung wird für viele Unternehmer zur Notwendigkeit
- 69 Prozent der befragten Mittelständler mit Nachfolgeplänen nennen die Suche nach geeigneten Kandidaten als Hürde.
- 45 Prozent sehen die rechtliche oder steuerrechtliche Komplexität als Problem,
- 30 Prozent die Einigung auf einen Kaufpreis.
Viele Unternehmer beginnen ihre ersten Schritte bei Steuern und Bewertung, obwohl noch völlig offen ist, wer das Unternehmen überhaupt übernehmen könnte. Der DIHK-Unternehmensnachfolgereport 2025 kommt aus einer anderen Perspektive zu einem ähnlichen Bild.
Die IHKs meldeten für das Berichtsjahr 2024 fast 10.000 Beratungen. Gleichzeitig stand rechnerisch 5.620 abgabebereiten Unternehmen kein entsprechender Nachfolgeinteressent gegenüber.
Unser Tipp:
Wenn es weder in der Familie noch im Management einen überzeugenden Kandidaten gibt, solltest du den Käufermarkt nicht erst öffnen, nachdem jede steuerliche Einzelheit geklärt wurde. Markttest, Vorbereitung und Fachberatung müssen teilweise parallel laufen.
Angebote vergleichbar machen
Für Nachfolgeberatung gibt es keinen seriösen Einheitspreis. Eine zweistündige Orientierung, eine Unternehmensbewertung, ein sechsmonatiges Verkaufsmandat und die Gestaltung eines Unternehmertestaments sind völlig unterschiedliche Leistungen.
Deshalb solltest du Angebote nicht über den Tagessatz vergleichen. Vergleiche, welches Ergebnis du erhältst, welche Aufgaben ausgeschlossen sind und welcher Anreiz durch die Vergütung entsteht.
Ein Rechenbeispiel macht Angebote vergleichbar
Nehmen wir einen vereinfachten Verkaufspreis von 1,2 Millionen Euro. Berater A verlangt 15.000 Euro Festpreis. Berater B vereinbart 5.000 Euro Grundhonorar plus zwei Prozent Erfolgshonorar. Berater C verlangt sechs Monate lang 3.000 Euro Retainer und zusätzlich ein Prozent bei Abschluss.
- Berater A kostet im Beispiel 15.000 Euro.
- Berater B kostet 29.000 Euro.
- Berater C kostet 30.000 Euro.
Damit ist Berater A nicht automatisch günstiger. Vielleicht enthält sein Angebot weder Käuferansprache noch Verhandlung. Umgekehrt ist ein Erfolgshonorar nicht automatisch besser, wenn bereits ein Käufer feststeht.
Erst dann sieht man tatsächlich, welches Angebot wirtschaftlich sinnvoll ist. Du musst Leistungsumfang, Exklusivität, Laufzeit, Spesen, Empfehlungsvergütungen und die genaue Definition eines erfolgreichen Abschlusses nebeneinanderlegen.
Ein Erfolgshonorar verändert den Anreiz
Ein Erfolgshonorar kann Interessen verbinden. Verkauft sich das Unternehmen nicht, bleibt auch ein Teil des Honorars aus. Gleichzeitig steigt der Druck, einen Abschluss zu produzieren.
Achte deshalb darauf, ob das Honorar beim unterschriebenen Kaufvertrag, beim Closing oder schon bei einem bestimmten Angebot fällig wird. Auch die Berechnungsbasis zählt. Bezieht sich der Prozentsatz auf den festen Kaufpreis, auf Earn-outs, auf übernommene Schulden oder sogar auf spätere Zahlungen?

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